Der Schwarzriesling, auch Müllerrebe genannt, erfreut sich besonders in Württemberg großer Beliebtheit. Die Herkunft geht auf das französische Burgund zurück. Dort kenn man die Rebsorte seit über 400 Jahren unter dem Namen Pinot Meunier. Sie ist neben dem Chardonnay und dem Pinot Noir die dritte Rebsorte, die für den Champagner verwendet wird.

Auch wenn der Schwerpunkt im Deutschen Weinbau eher in Württemberg zu finden ist, so erfreut sich die Rebsorte in anderen Anbaugebieten inzwischen immer größerer Beliebtheit. Aktuell sind etwa 2% der deutschen Rebfläche mit Schwarzriesling bestockt. 

Im Vergleich zum Spätburgunder (oder Pinot Noir) stellt die Rebsorte geringere Ansprüche an Lage und Boden. Ideal sind Löss-Lehm-Böden. Ertragsmengen liegen etwa auf dem Niveau des Spätburgunders, die Mostgewichte meist jedoch darunter. Zudem sind die Weine etwas säuremilder.

Farblich zeigen die Weine im Glas meist rubinrote Farbreflexe und besitzen einen feingliedrigen, mittelkräftigen und eleganten Körper. Aromatisch liegen die Weine mit typischen Pinot-Aromen von Kirschen, Johannisbeeren, Brommbeeren und Himbeeren ebenfalls ganz nah bei den Pinot Noirs. Ausgebaut werden sowohl trockene, als auch restsüße Varianten. 

Unsere Genuss-Empfehlung

Der Schwarzriesling ist ein unkomplizierter Rotwein für den Alltag. Kräftigere Varianten passen jedoch auch hervorragend zu Käse oder Fleischgerichten, z.B. vom Schwein oder Rind.