Der Gewürztraminer oder auch Roter Traminer ist eine der ältesten auch heute noch angebauten Rebsorten. Seine Herkunft ist jedoch umstritten, obwohl im Südtiroler Ort Tramin bereits im 15 Jh. Roter Traminer als Messwein an die Klöster geliefert wurde. Im 16 Jh. gab es zudem in Deutschland eine Anbauempfehlung für die Rebsorte. Berichte aus dem 18. Jh. zeugen von einer Traminer-Neuzüchtung die belegen, das schon damals erfolgreiche Rebenselektion betrieben wurde. 

Heute sind bundesweit etwa 900 ha Rebfläche, also weniger als 1%, mit der Rebsorte bestockt, wenn auch in den letzten Jahren ein leichter Zuwachs zu verzeichnen war. Schwerpunkte stehen in der Pfalz, in Baden (vor allem am Kaiserstuhl) und in Rheinhessen. In Sachsen gilt der Rote Traminer als regionale Spezialität. 

Traminer-Trauben haben eine sehr dicke, leicht rötliche Schale. Hohe Reifegrade sind üblich, wegen der Verrieslungsneigung fallen die Erträge jedoch von Jahr zu Jahr unterschiedlich aus. Im Mittel erreichen Traminerweinberge selten mehr als die Hälfte der zulässigen Hektarertrags. 

Gewürztraminer weisen in der Regel einen hohen Extrakt auf und sind dadurch körperreich und von intensiv-würzige Aromen geprägt, die an Rosen, Akazienblüten, Veilchen, Honig, Marzipan, Maracuja und Quitte erinnern. Seine Säurestruktur ist sehr mild. Je nach Qualitätsstufe haben die Weine eine strohgelbe bis goldgelbe Farbe.

Unsere Genussempfehlung

Das aromomatische Bukett und der herbwürzige Fruchtgeschmack passt hervorragend zu Menüs aus Gans oder Ente und fettreichem Blauschimmelkäse. Gut gereift und edelsüß wird er auch als Apéritif geschätzt und harmoniert schön zu Desserts aus Marzipan oder Schokolade. 

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