Februar 01, 2019 5 translation missing: de.blogs.article.read_time

Welche Weinsorten kennen Sie? Gemeint sind nicht Rotwein und Weißwein oder süßer, lieblicher und trockener Wein, sondern eine allgemeine Übersicht darüber, wo welcher Wein entsteht.

Dafür lohnt sich zunächst ein Blick auf die gesamte Erdkugel mit der Frage: Welche Orte haben ideale Bedingungen für den Weinbau? Wovon hängt dieser ab und wie wirkt sich das auf die Verteilung des Weinbaus über die Kontinente aus?

Weltkarte Weingürtel

WELTREBENGÜRTEL: HIER WACHSEN DIE BESTEN BEEREN

Nimmt man eine Karte zur Hand und kennzeichnet die bekanntesten und bedeutendsten Weinregionen, siehst man auf den ersten Blick, dass der Großteil der weltweiten Weinbaugebiete sich etwa zwischen den Breitengraden 30 und 40 der südlichen Halbkugel und den Breitengraden 40 und 50 im europäischen Raum befindet.

Doch nicht alle Weinbauzonen liegen in diesem Breitengraden. Einige deutsche oder englische Weinbauregionen beispielsweise liegen nördlich - oberhalb des Weltrebengürtels. Da das Klima hier etwas kälter ist, als an sämtlichen anderen verbreiteten Anbauorten, entstehen hier vor allem leichte Weinsorten wie Eisweine, helle Schaumweine und delikate Weißweine. Das beste Beispiel für eine hier angesiedelte Rebsorte ist die Riesling Rebe.

Das Gegenteil ist unterhalb des Weltrebengürtels der Fall: Um den 36. Breitengrad liegen überwiegend wärmere afrikanische und südeuropäische Anbaugebiete. Die Hitze macht sich auch bei der Weinproduktion bemerkbar: Hier entstehen vor allem schwere Rotweine mit einem hohen Alkoholgehalt, wie zum Beispiel der Sherry.

Aus Liebe zur Region...

Aus Liebe zur Region...

WEINSORTEN IN AFRIKA:

Afrikanische Weine stammen fast ausschließlich aus dem südlichen Teil Afrikas.

SÜDAFRIKA:

Die südafrikanischen Weinbauregionen haben vor allem eines gemeinsam: die dort vorherrschende Hitze. Hier wachsen die Trauben größtenteils in praller Sonne auf.

  • Breede River Valley
  • Coastal Region
  • Little Karoo
  • Nordkap
  • Olifants River
  • Westkap

Unter den afrikanischen Weinsorten stechen vor allem Cabernet Blanc, Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Chenin Blanc, Pinot Noir und Sherry hervor.

WEINSORTEN IN AMERIKA:

Einst begonnen, weil der Transport von Weinen aus Europa zu teuer und zu umständlich war, gedeiht der Weinbau in Amerika vor allem seit der Mitte des XX. Jahrhunderts besonders prächtig. Heute werden im Amerika viele Rebsorten angebaut, die auch in Europa weit verbreitet sind.

Aber auch eigene amerikanische Kreuzungen und Neuzüchtungen sind nicht zu verachten, zumal das Klima in Südamerika und den USA ein breites Spektrum an Möglichkeiten bietet: Hier gibt es sowohl kühle, als auch ausgesprochen warme Gebiete, was die Vielfalt amerikanischer Weine erklärt.

SÜDAMERIKA:

Unterteilen kann man amerikanische Weinbaugebiete in Südamerika und die USA. In diesen Gebieten entsteht Wein in Südamerika:

  • Argentinien
  • Bolivien
  • Brasilien
  • Chile
  • Ecuador
  • Kolumbien
  • Paraguay
  • Peru
  • Uruguay
  • Venezuela

Vor allem in Argentinien und Chile ähnelt das Klima dem mediterranen. Daher stechen unter den südamerikanischen Weinsorten besonders Cabernet Sauvignon, Malbec, Merlot, Luca Bianca, Pinot, Riesling und Semillon hervor.

Aber auch Rotweinsorten wie Barbera, Sangiovese, Syrah und Tempranillo, die sonst überwiegend in Italien beheimatet sind, haben in Argentinien ein optimales Anbauklima gefunden.

USA:

Dominant unter den Weinbaugebieten der USA ist eindeutig Kalifornien mit seinem ausgesprochen warmen Klima. Doch tatsächlich ist die Liste der Weinbauregionen der USA recht umfangreich:

  • Alabama
  • Arizona
  • Colorado
  • Connecticut
  • Florida
  • Georgia
  • Idaho
  • Illinois
  • Indiana
  • Iowa
  • Kalifornien
  • Kansas
  • Kentucky
  • Louisiana
  • Maine
  • Maryland
  • Massachusets
  • Michigan
  • Minnesota
  • Missouri
  • Montana
  • Nebraska
  • New Hampshire
  • New Jersey
  • New Mexiko
  • New York
  • North Carolina
  • Ohio
  • Oklahoma
  • Oregon
  • Pennsylvania
  • South Carolina
  • South Dakota
  • Tennessee
  • Texas
  • Vermont
  • Virginia
  • Washington
  • West Virginia
  • Wisconsin

Besonders weit verbreitet sind hier klassische Rotweinsorten wie etwa Cabernet Sauvignon, Merlot und Pinot Noir. Ihr Hauptmerkmal ist, dass sie ziemlich robust und nur mäßig anfällig für frühen Frost und Rebkrankheiten sind.

Unter den Weißweinen sind in den USA besonders Chardonnay und Sauvignon Blanc weit verbreitet. Auch sie gehören zu den eher ausdauernden Reben.

WEINSORTEN IN AUSTRALIEN UND NEUSEELAND:

Obwohl australische und neuseeländische Weine nur wenig bekannt sind, gelten sie zurecht als exquisit und erlesen.

AUSTRALIEN:

Australische Weinsorten stammen überwiegend aus den südlichen Regionen des Landes:

  • South Australia
  • Victoria
  • New South Wales
  • Western Australia
  • Tasmanien

Zu den verbreitetsten in Australien angebauten Weinsorten gehören Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Pinot Noir und Shiraz.

NEUSEELAND:

Neuseeländische Weine sind kaum verbreitet. Nur wenige der in Neuseeland entstehenden Weine werden exportiert. Doch diejenigen, die das Land verlassen, gelten als besonders schmackhaft und als echter Geheimtipp.

Die Weinbauregionen Neuseelands unterteilen sich in Anbaugebiete der Nordinsel und Anbaugebiete der Südinsel.

NORDINSEL:

  • Auckland
  • Bay of Plenty
  • Gisborne
  • Hawke’s Bay
  • Northland
  • Waikato
  • Wairarapa

SÜDINSEL:

  • Canterbury
  • Central Otago
  • Marlborough
  • Nelson
  • Waipara Valley
  • Waitaki Valley

Besonders bedeutend sind unter den neuseeländischen Weinbauregionen Hawkes Bay, Marlborough und Poverty.

Überwiegend entstehen in Neuseeland weiße Weinsorten. Besonders empfehlenswert sind darunter Weinsorten wie Chardonnay, Gewürztraminer, Riesling und Sauvignon Blanc. Unter den Rotweinen stechen vor allem Cabernet Sauvignon, Pinot Noir und Shiraz.

WEINSORTEN IN EUROPA:

Im Anbau und Export von Wein ist Europa bereits seit Jahrhunderten führend. Hier entstehen Weine sowohl in warmem, als auch in kühlem Klima. Das erlaubt sowohl vielseitigen Anbau, als auch eine facettenreiche Artenvielfalt der Rebsortenkombinationen untereinander.

Dies gilt sowohl für den Anbau und die Kreuzung diverser Rebsorten, als auch für den anschließenden Ausbau einer Vielzahl von Weinen und Verschnitten.

DEUTSCHLAND:

Deutschland unterteilt sich in dreizehn Weinbauregionen. Die meisten dieser deutschen Weinbaugebiete liegen in einem gemäßigten Klima und bringen Dank der fruchtbaren Böden erlesene und teils einzigartige Weinsorten hervor:

  • Ahr
  • Baden
  • Franken
  • Hessische Bergstraße
  • Mittelrhein
  • Mosel
  • Nahe
  • Pfalz
  • Rheingau
  • Rheinhessen
  • Saale-Unstrut
  • Sachsen
  • Württemberg

Viele deutsche Weinsorten werden nach ihren Ursprungsregionen benannt. Besonders ertragreich sind unter den deutschen Weinbauregionen Baden, Mosel, Pfalz, Rheinhessen und Württemberg. Hier entstehen Weinsorten wie Pinot Noir, Riesling, Spätburgunder und Trollinger. An Mittelrhein und Ahr entstehen besonders feine Rieslinge und edle Spätburgunder.


FRANKREICH:

Häufig trägt französischer Wein den Namen seines Herkunftsortes. So können einige der besten Weine Frankreichs schon auf den ersten Blick den französischen Weinbauregionen zugeordnet werden.

Zu den französischen Weinbauregionen zählen:

  • Beaujolais
  • Bordeaux
  • Burgund
  • Champagne
  • Elsass
  • Jura
  • Korsika
  • Languedoc-Roussillon
  • Loire
  • Lothringen
  • Provence
  • Rhône
  • Savoyen
  • Südwesten

Besonders berühmt sind unter den französischen Weinsorten der rote Bordeaux, der unter anderem aus Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Merlot besteht und der Champagner, der als Schaumwein größtenteils ein Produkt der Chardonnay Rebe ist. Nicht zu verachten sind allerdings auch fruchtige und kräftige elsässische Weine aus hellen Reben wie Rieslingweine und Gewürztraminer.

ITALIEN:

Im fast allen italienischen Weinbauregionen sind nicht zuletzt aufgrund des warmen Klimas vor allem Rotweine verbreitet.

Aus diesen 21 Regionen stammt italienischer Wein:

  • Abruzzen
  • Apulien
  • Basilikata
  • Emilia-Romagna
  • Friaul - Julisch Venetien
  • Kampanien
  • Ligurien
  • Lombardei
  • Marken
  • Piemont
  • Sardinien
  • Sizilien
  • Südtirol
  • Toskana
  • Trentino
  • Umbrien
  • Venetien

Das berühmteste Weinbaugebiet Italiens ist und bleibt mit Abstand die Toskana. Hier entstehen solche Weinsorten wie Brunello di Montalcino, Chianti, Sangiovese und Vino Nobile de Montepulciano.

Wer sich für echte italienische Highlights interessiert, wird allerdings auch Gefallen an Weinsorten aus dem Piemont finden. Denn solche Weine wie zum Beispiel Barbaresco und Barolo werden aus den Rebsorten Barbera und Nebbiolo gekeltert, die fast ausschließlich im Piemont angebaut werden.

SPANIEN:

Wer kennt ihn nicht - den Rioja? Vermutlich ist kein anderer spanischer Wein so berühmt, wie dieser vielseitige Rotwein aus Garnacha Tinta, Graciano, Mazuelo und Tempranillo. Benannt ist er nach seinem Entstehungsort - dem spanischen Weinbaugebiet "La Rioja".

Doch neben ihm besteht Spanien aus sechzehn weiteren Weinbaugebieten:

  • Andalusien
  • Asturien
  • Aragonien
  • Balearen
  • Baskenland
  • Kanarische Inseln
  • Kantabrien
  • Kastilien-La Mancha
  • Kastilien-León
  • Katalonien
  • Extremadura
  • Galicien
  • La Rioja
  • Autonome Gemeinschaft Madrid
  • Murcia
  • Navarra
  • Valencia

Beliebt ist neben dem Rioja die spanische Weinbauregion "Valdepeñas". Auch hier gedeiht der Tempranillo prächtig, allerdings unter dem Namen "Cencibel". Außer ihm bringt diese Region eine exquisite Weißweinrebe hervor: die Airen.

Wer auf erlesenen Wein hoher Qualität aus ist, kann auf Grundlage dieser Verteilung mit Sicherheit das eine oder andere Highlight unter den Weinsorten ermitteln.