Woher die Currywurst stammt, weiß es eigentlich niemand so genau. Die Berliner sind der festen Überzeugung, dass Herta Heuwer sie einst erfunden hat. Damals, 1949, hatte sie an einem Septembertag offenbar viel Zeit, werkelte daher in ihrer Imbissbude in Berlin-Charlottenburg und experimentierte mit Curry und Paprikapulver, Tomate und Gewürzen und am Ende, so jedenfalls sagt es die Legende, hatte sie eine feine Currysoße, die sie über ihre Brühwurst goss – fertig war die Berliner Currywurst.

Schöne Geschichte. Allerdings sind auch die Hamburger felsenfest überzeugt, dass die Bratwurst mit Currysoße eigentlich in ihrer Stadt erfunden wurde. Wie gesagt: Wer Recht hat – man weiß es nicht genau.

 

Die Original Currywurst-Sauce

Fest steht lediglich: 1959 ließ Herta Heuwer ihre Currysoße unter dem Namen "Chillup" als Patent Nummer 721319 in Berlin schützen. Und die Currywurst wurde zu einer deutschen und patentierten Erfindung. Schade nur, dass Herta 1999 ihr Rezept mit ins Grab nahm. Und so gibt es heute zig verschiedene Bratwurst-Soßen, die alle mehr oder weniger eine Original Currywurst-Sauce sein wollen. Heute kommt denn noch ein weiteres Rezept hinzu…

In diesem Fall handelt es sich allerdings um eine Überlieferung durch Freunde, Ursprung unbekannt. Aber die Currysoße schmeckt genial. Der Clou – sie bekommt ihre Süße durch eingekochte Cola und Apfelmus. Und so geht es:

"Das feinfruchtige prickeln schmeichelt den Fruchtaromen in der Currysoße"

Sold out

Currysoße-Rezept: Zutaten für 16 Personen:

  • 750 ml Cola
  • 9 EL Apfelmus
  • 6 EL Curry
  • 3 EL Worcestersoße
  • 750 ml Tomatenketchup
  • 750 ml stückige Tomaten aus der Dose
  • 2 EL Zitronensaft
  • 2 Prisen Salz
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 bis 2 Zimtstangen

Zubereitung der Currysoße

Zunächst wird die Cola in einem großen Topf um ein Drittel reduziert. Es empfiehlt sich einen großen Topf zu nehmen, denn je größer die Oberfläche, desto schneller reduziert sich die Cola.

Danach wird der Topf vom Herd genommen und Apfelmus, Curry, Worcestersoße, sowie der Ketchup und die Tomaten aus der Dose hinzugeben. Anschließend wird noch gewürzt mit Salz, Kreuzkümmel und Zitronensaft.

Alles gut verrühren, wieder auf den Herd stellen und bei mittlerer Hitze mit den Zimtstangen eine knappe Stunde köcheln lassen.

Zum Schluss werden die Zimtstangen wieder herausgenommen und die Soße noch einmal gut mit dem Pürierstab püriert. Nun noch einen dicken Schöpfer über der Grillwurst verteilen und mit Curry nach Geschmack bestreuen. Fertig.


Das Rezept für Currysoße in Bildern



Champagner, Crémant und Currywurst

Die Kreation alleine hat uns aber nicht gereicht. Aus Anlass einer Party haben wir daher ein besonderes Motto gesucht – und gefunden: Currywurst & Winzersekt.

Zugegeben, die Kombination – Currywurst & Winzersekt – klingt ein wenig ungewöhnlich, vielleicht zunächst auch unpassend – gilt das Eine doch als gewöhnliches Junkfood, das Andere hingegen als hochwertiges Handwerk und Begleiter für Edelspeisen wie Austern oder Kaviar. Gerade das macht die Kombination aber ungemein spannend. Also haben wir uns ein paar Flaschen Winzersekt besorgt und zusammen mit unserer Currywurst und Currysauce verkostet…

Was auf dem Foto rechts nach einem kulinarischen Vergnügen aussieht, war indes harte Arbeit. Denn unter dem Einfluss des süß-würzigen Currys und der Tomatensäure verändern sich die Schaumwein-Aromen enorm. 

Crémant oder ChampagnerNach einigen geöffneten Flaschen aus dem Rhein-Ahr-Wein.de Sortiment haben wir eine (für uns) perfekte Foodpairing-Kombination gefunden. Der Winzersekt vom Mittelrhein-Weingut Pieper (11€) hat uns tatsächlich am besten zur Currywurst gemundet und die Aromen perfekt ergänzt.